Dipl.-Ing. (FH) Gerd Weber M.A.

Ausstellung „50 Jahre Wiederaufbau St. Sebald”

8. September bis 28. November 2007

Wissenschaftliche Konzeption und Ausarbeitung

  • Umfangreiche Recherchen in den ortsansässigen Archiven
  • Präsentation und Verfeinerung des Konzepts in regelmäßigen Sitzungen mit einem wissenschaftlichen Gremium
  • Auswahl des geeigneten Dokumenten-, Bild-, Film- und Tonmaterials sowie der passenden Exponate
  • Restaurierung von Fotos mit Bildbearbeitungssoftware
  • Schneiden von Audiobeiträgen am Computer
  • Schreiben der Texte für die Ausstellungstafeln und das Begleitheft
  • Ausarbeitung des entgültigen Konzepts mit einem Ausstellungsdesigner

Leitende Koordination

  • Ausleihe und Rückführung der Dokumente und Exponate (Stadtarchiv Nürnberg, Pfarrarchiv und Baumagazin St. Sebald)
  • Überwachung des Auf- und Abbaus
  • Koordinierung der Termine
  • Mitarbeit am Drehbuch mit bauforscherischer Beratung zur Erstellung einer 3D-Animation der Baugeschichte von St. Sebald, die vom BLfD Nürnberg produziert wurde
  • Technische Betreuung
  • Gestaltung der Vitrinen
  • Einweisung der ehrenamtlichen Kirchenführer

Begleitheft

Weber, Gerd: 50 Jahre Wiederaufbau St. Sebald, Hrsg. Bauhütte St. Sebald Nürnberg e.V., Nürnberg 2007

Das Heft kann für 7 € in der Sebalduskirche käuflich erworben oder im Stadtarchiv Nürnberg eingesehen werden.

Begleitheft

Die Ausstellung in Zahlen

  •  1 Großbildschirm (3D-Animation)
  •  1 Doppelbildschirm-Videostation
  •  2 Einzelbildschirm-Videostationen
  •  1 Audiostation (4 parallele Tonbeiträge)
  • 35 Ausstellungstafeln
  •  2 Großfotos als Zeitfenster
  •  1 Großstellage (ehm. Holzepitaph)
  •  1 Stellage (hölzerne Fragmente)
  •  4 Tischvitrinen
  •  2 Hochvitrinen
  •  1 Säulenvitrine (Theodor-Heuss-Bibel)

Inhalt der Ausstellung

Zwischen 1888 und 1906 wurde die Sebalduskirche umfassend restauriert. Das Gotteshaus schien für die kommenden Generationen dauerhaft gesichert zu sein. Doch das war ein Trugschluss.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zeichnete sich für St. Sebald eine düstere Zukunft ab. Es begannen die ersten Maßnahmen des Kunstluftschutzes, die im Verlauf des Kriegs immer weiter intensiviert wurden. Viele der wertvollen Kunstwerke brachte man in die Kunstbunker der Stadt oder an geheime Orte aufs Land. Einige nicht bewegliche Kunstschätze, wie das weltberühmte Sebaldusgrab, wurden vor Ort eingemauert.

Die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs zeigten ein nie gekanntes Ausmaß der Zerstörung in ganz Europa. Auch die Sebalduskirche blieb nicht verschont. Sie fiel zusammen mit Nürnberg in Schutt und Asche. Vieles war unwiederbringlich verloren, darunter auch die berühmte Traxdorf-Orgel von 1444.

Nach dem Ende der Kampfhandlungen im Jahr 1945 keimte die Hoffnung auf einen Neuanfang auf. Nach den ersten Aufräumarbeiten fanden in der Ruine der Kirche wieder erste Gottesdienste und Konzerte statt.

Der Wiederaufbau war in den ersten Jahren wegen des Materialmangels und des Hungers sehr schwierig. Doch die Menschen ließen sich nicht entmutigen und setzten das Werk mit einfachsten Mitteln fort. Es gab mehrere Provisorien, wie z.B. die stumpfen Zeltdächer auf den Türmen oder der verkleinerte Kirchenraum im Mittelschiff.

Schrittweise wurde die Kirche immer weiter fertiggestellt. Der Oschor erhielt wieder sein Dach und die Türme ihre Spitzen. Nun konnten die ausgelagerten Kunstschätze an ihren angestammten Ort zurückkehren und das Sebaldusgrab von seiner Einmauerung befreit werden.

Am 22. September 1957 fand die feierliche Neueinweihung in einem Festgottesdienst unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Der Wiederaufbau war vollendet.

In den folgenden Jahrzehnten behob man nach und nach die restlichen Kriegsschäden. Es finden bis heute zahlreiche Restaurierungen und Instandsetzungsmaßnahmen statt. Die Bauhütte St. Sebald Nürnberg e.V. sorgt für die nötigen Mittel. Sie hilft somit aktiv beim Erhalt dieses großartigen Gotteshauses.

Bauhütte St. Sebald Nürnberg e.V.
Albrecht-Dürer-Platz 1
90403 Nürnberg

Logo der Bauhütte
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Gerd Weber